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O Canada

Über eine Woche ist es jetzt her, seit ich wieder aus Kanada zurück bin. Ich habe meine Erlebnisse im Tagebuch festgehalten und dies möchte ich jetzt mit euch teilen. Nehmt euch Zeit, es ist ein ziemlich langer Text. Viel Freude beim Lesen.

 

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Mittwoch

Heute war ich schon um 5 Uhr Ortszeit wach und wir haben etwas Oatmeal gefrühstückt welches zum Glück in der Wohnung lag. Anschließend ging es zum Einkaufen zu co•op. In andern Ländern einkaufen ist immer wieder ein Erlebnis für mich. Es gibt so viel zu entdecken und man hofft auf viele vvegan Leckereien. In Calgary habe ich mir wenig Gedanken gemacht nichts zu bekommen und so war es auch. Neben frischem Obst und Gemüse kauften wir Kombucha den ich vorher noch nie getrunken habe. Außerdem Tofu, Falafel, Toastbrot und veganen Aufstrich. Natürlich ist auch eine Packung Clif Bar in den Einkaufswagen gewandert. Es gibt so viele Sorten hier, ein Traum!

Unser zweites Frühstück bestand dann aus Sandwiches und Scrambled Tofu.  Den ersten Tag wollten wir uns natürlich die Stadt ansehen uns sind nach Downtown gefahren. Hier sind die Dimensionen so viel größer und ich fühlte mich etwas erschlagen. Eine richtige Fußgängerzone wie man sie aus Deutschland kennt gibt es nicht. Generell ist vieles auf Autofahren ausgelegt. Wir haben uns die Shopping Mall Core angesehen aus der wir aber schneller wieder raus waren weil es uns einfach nicht gefällt. Da uns der Hunger plagte machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant mit veganen Gerichten. Wir sind dan zu Re:grub – einem Burgerladen mit einem veganen Bürger. Dieser hat ein Quinoa Black Bean Patty und Guacamole neben Tomate und Salat in seinem Bun. Außergewöhnlich, ja aber nicht der Hammer. Das Patty war wenig würzig und das Brötchen gewöhnlich.
Wie durch Zufall sind wir auf einen Outdoorladen gestoßen, und da ich sowieso noch einen Schlafsack brauchte sind wir hinein. Neben einem Schlafsack gab es dann noch Handtücher, eine Wanderhose und natürlich Clif Bar.

Wieder im Apartment haben wir uns erstmal entspannt und bei einen Film unsere gemeinsame Zeit genossen. Zu späterer Stunde hat uns dann aber doch die Neugier auf den Natural Foods Store – einem Bioladen – gepackt und wir sind nochmal los. Was mich sehr beeindruckt hat ist die Tatsache, das man in fast allen Supermärkten lose Waren einkaufen kann. Das wünsche ich mir auch in Deutschland. Auch hier wieder ein großes Thema: fermentierte Produkte. Neben Kombucha, der mir übrigens sehr lecker schmeckt gab es eingelegte Gurken, Paprika und mehr.

Vor dem Biomarkt stand eine Laterne an dem man nicht mehr benötigte Sachen hängen konnte und andere sich bedienen konnten. Die Idee finde ich richtig gut.
Wir sind dann auch nochmal zu co•op um veganes Ben & Jerry‘s zu kaufen. Wir haben uns erst für PB & Cookies entschieden, andere Sorten folgen. Wow, wie lecker ist das denn? Das auf Mandeln basierte Eis schmeckt meiner Meinung nach sogar besser als das Original was ich zuletzt vor etwa drei Jahren gegessen habe.

 

Donnerstag

Der Tag startete mit einem leckeren Pancake-Frühstück, endlich wieder Pancakes von Meike zubereitet. 😍 Mit Banane, Heidelbeeren und Erdnussbutter war das ein mächtig gutes Frühstück für einen langen Tag.

Wir haben uns dann auch zu Fuß am Bow River entlang zur Kensington Street gemacht, die ein bisschen mit der Schanze in Hamburg zu vergleichen ist. Viele kleine Läden mit außergewöhnlichen Dingen gibt es hier. Sehr gut gefallen hat uns ein Buchladen der einen großen Flourish & Blott‘s Aufkleber an seiner Tür hatte. Es gab so viel interessante Bücher und kleine Geschenke zu entdecken.

Weil wir beide Durst und Lust auf Gesundes hatten kam uns Wild & Raw wie gerufen. Eine Saft- und Smoothiebar in der es aber auch Smoothiebowls und Kuchen gibt. Wir haben uns beide einen Smoothie bestellt, ich einen mit Roter Beete und Saskatoon Beeren, die in Alberta angebaut werden, Meike einen grünen Saft mit Gurke und Sellerie. Lecker. 😋

Wir haben sogar ein Katzencafé entdeckt, allerdings ist es hier nicht so wie im Café Katzentempel wo die Katzen frei herumlaufen. Hier wird immer eine Gruppe in einen separaten Raum gelassen wo diese dann für eine bestimmte Zeit mit den Katzen spielen, oder kuscheln können. Das fanden wir nicht so schön, deswegen sind wir nicht in das Café gegangen.

Auf dem Weg zurück haben wir noch zwei smarte Schilder entdeckt:

 

 

Freitag

Das erste Mal laufen in Calgary. Zum Glück war es heute nicht so verraucht und ich bin am Bow River entlang gelaufen. Schließlich muss ich ja im Training bleiben für den Canmore Half am 10.09. Im Appartment gab es danach eine große Müslibowl mit Banane und Heidelbeeren.

Da es morgen los geht in die Rockies haben wir den Vormittag genutzt um Wäsche zu waschen und das Appartement aufzuräumen. Außerdem haben wir eine neue Serie auf Netflix gestartet: Santa Clarita Diet. Als Veganer sehr lustig zu sehen, denn es geht um eine Frau die zu einer Untoten wird, einfach so, aber noch ganz normal aussieht. Allerdings verspürt sie den Drang Menschen zu essen und die Diskussion geht los, ob das den vertretbar ist oder nicht.

Als Abschluss für Calgary sind wir zur 17th Avenue SW gegangen die vergleichbar ist mit der Reeperbahn, nur ohne Stribclubs. Hier sind viele Bars und Restaurants in denen es bei dem Wetter (25 Grad) super voll war. Bei Instagram hatte ich außerdem eine vegane Boutique entdeckt, die ich mir gern ansehen wollte. Leider hatte diese noch nicht geöffnet. Das i-Tüpfelchen aber sollte der Besuch im ‚the coup‘ sein. Ein vegetarisches Restaurant, das auch alle Gerichte vegan anbietet. Das Essen war sagenhaft lecker. Wir haben das erste Mal Cauliflower Wings probiert, die sogar mir sehr lecker schmeckten, dabei bin ich eigentlich ein Verfechter von Blumenkohl. Meike hatte ein Green Curry und ich Tempeh Shawarma als Hauptgericht. Als Nachtisch gab es einen rohveganen Cheesecake mit Blüten.


Samstag

Es geht in die Rockies!

Nachdem wir das Auto abgeholt haben sind wir nach Canmore gefahren und haben unser Zelt und Equipment für‘s campen abgeholt. Der Vermieter hat uns noch einige Tipps mit auf den Weg gegeben und empfohlen Bärenspray mitzunehmen wenn wir wandern gehen. Das ist sozusagen Pfefferspray in 4facher Stärke. Glücklicherweise konnten wir das auch bei ihm mieten.

Mit viel Input und voller Tatendrang ging es dann direkt auf die erste Schotterstrecke. Da genau an diesem Wochenende Labour Day in Kanada ist und damit verbunden ein langes Wochenende sind die Campingplätze sehr voll, wenn nicht schon ausgebucht war eine Aussage des Zeltvermieters. Entsprechend haben wir uns direkt für den ersten Zeltplatz entschieden auf dem noch Platz war, direkt 20 Minuten von Calgary entfernt. Darüber waren wir erstmal sehr glücklich weil es schon 17 Uhr war und wir nicht mehr weiterfahren wollten.

Nachdem wir den Self-Check-Inn hinter uns gebracht und das Zelt aufgebaut hatten, mussten wir feststellen, dass es zwar eine Toilette gab, aber kein Waschbecken geschweige denn eine Dusche. Zumal die Toiletten schlimmer aussahen als jedes Festivalklo. Wir wollten Abenteuer mit wenig Komfort, bitte sehr.🙈
Dafür entschädigte die Aussicht auf dem Zeltplatz. Direkt am Spray Lake gelegen und umringt von Bergen lässt es alles andere vergessen und am Montag ist ja auch schon wieder Hotel angesagt für zwei Nächte.

 

Sonntag

Heute ging es vom Campingplatz nochmal nach Canmore, da wir uns eigentlich die Highland Games ansehen wollten. Das sollte allerdings 23$ pro Person kosten. Wir haben uns dann Downtown angesehen und vegane Pizza bei panago gegessen. Lecker.

Zurück sind wir dann einen anderen Weg gefahren, Richtung Kannanaskis Village. Hier haben wir Rocky Mountain Sheeps und Hirschkühe gesehen. Das schöne an Kanada ist, man kann an vielen Stellen neben der Straße halten um Bilder zu schießen. Die Weite des Landes ist unfassbar.
Heute war wohl nicht unser Glückstag, denn die Mount Egadine Lodge war nicht zugänglich aufgrund einer privaten Feier. Auch der Parkplatz beim Trail zum Chester Lake war so überfüllt, dass wir uns entschieden den Weg morgen zu laufen. Voller Vorfreude habe ich ein Banner für den Halbmarathon entdeckt an dem ich teilnehme.


Montag

Der Tag begann recht früh, damit wir den Trail zum Chester Lake möglichst für uns haben und wir wurden belohnt. Der Weg war zum Teil recht steil aber durch ein paar Lichtungen mit Blick auf die Berge drumherum sehr schön. Das Highlight war der Chester Lake selbst. Direkt an einem Berg gelegen bot der See ein tolles Panorama mit sehr viel Ruhe – wenn man früh genug da ist. Wir haben den See einmal komplett umrundet, auf der Bergseite nur über einen kleinen Steintrail. Auf dem Rückweg kamen uns ziemlich viel Leute entgegen und wir waren froh, dass wir so früh aufgestanden sind.

Auf dem Weg nach Canmore zum Hotel haben wir noch eine Pause am Upper Kannanaskis Lake gemacht und Cowboyfrühstück gegessen.

Im Hotel angekommen sind wir direkt unter die Dusche und haben den Rest des Tages entspannt.


Dienstag

In der Stadt Banff – nachdem der Nationalpark auch benannt ist sind wir von den Bow Falls bis Hoodoo, einer Steinformation, gelaufen. Der Weg war wenig spektakulär, die Aussicht aber umso mehr, trotz dessen, das es sehr smoky war heute. An einer Stelle des Bow Rivers war sogar ein kleiner Strand bei dem wir unsere Füße abgekühlt haben. Das Wasser war sehr kalt, vielleicht somit die 5 Grad. Die letzte Strecke zurück zum Parkplatz sind wir dann barfuß gelaufen. Das war sehr angenehm für die Füße.

In der Stadt sind wir erstmal zur Wild Flower Bakery und haben uns Sandwich, Suppe, Schokoladenkuchen und Blaubeer-Pfirsich Muffin gegönnt. In Banff gibt es einen riesigen Laden der sich auf Weihnachten spezialisiert hat. Dort gibt es alles was man zum Fest der Liebe unbedingt braucht. Oder auch nicht.

Auf dem Rückweg sind wir am Johnston und Minnewanke Lake vorbei und haben auf einer Lichtung eine Herde Hirschkühe und einen -Bullen am Straßenrand gesehen. Was für majestätische Tiere.

Zurück in Canmore ging es zu panago um eine große Pizza zu holen. Die haben leckere vegane Menüoptionen dort. Auf dem Weg zum Hotel gingen die Schranken runter und das bedeutet in Kanada mindestens 10 Minuten stehen. Da unser Hunger so groß war blieb von der Pizza im Hotel nur Hälfte als der Zug vorbeigefahren war.


Mittwoch

Der Tag startete mit einem kurzen Lauf durch Canmore, Training für den Halbmarathon am Sonntag. Einen Teil der Strecke habe ich so auch schon kennen gelernt und das hat die Vorfreude noch verstärkt.

Nach einem Einkauf bei Nutters – einem Bioladen in Canmore ging es Richtung Lake Louise, einer der schönsten Seen im Banff Nationalpark. Das fanden auch viele andere Leute, deswegen waren die Parkplätze geschlossen, leider auch beim Moraine Lake von dem wir eine andere Tour zu den Consolation Lakes geplant hatten. Wir entschieden uns später Zurück zum Moraine Lake zu fahren und erstmal auf dem Campingplatz einzuchecken.

Der Platz liegt sehr zentral und war schon komplett ausgebucht, wir hatten aber auch schon reserviert. Im Wald gelegen und mit einem Starkstromzaun gegen Tiere geschützt schläft man hier nicht unbedingt ruhig weil die Bäume nicht den Lärm des Highways und der vorbeifahrenden Züge reduziert.

Um 16 Uhr nach einem entspannten Mittagsschlaf sind wir dann Zurück zum Moraine, wo es immer noch sehr voll war. Wir wollten aber den bei Touristen nicht so populären, dafür umso schöneren Trail zu den Consolation Lakes gewandert. Aufgrund von Bärengefahr wird empfohlen den Weg in Gruppen von 4 oder mehr Personen zu wandern. Nach einer Viertelstunde warten sind wir dann mit Bärenspray ausgerüstet doch zu zweit los, haben aber auf dem Weg auch immer wieder Leute gesehen also waren wir nicht ganz allein.

Der Weg ist der bis jetzt schönste und mit 6 Kilometern auch gut zu schaffen. Am Ende wird man von einem See begrüßt, der umgeben ist von Bergen und in einen Fluss mündet. Über große Felsen und Steine kann man bis in die Mitte des Flusses, tolle Bilder schießen und die Ruhe inklusive Ausblick genießen. Bären haben wir keine entdeckt.

Zurück am Moraine Lake konnte ich nicht fassen wie die Touristen die Umwelt zerstören indem sie nicht auf dem Weg bleiben und die Fauna zerstören, außerdem lag hier und da Müll herum. Ich verstehe es nicht wieso man Natur sehen will, diese im selben Atemzug vernichtet. Was ist nur los im Kopf dieser Menschen? Es gibt sogar schon Schilder, dass Müll die Tiere tötet, denn wenn diese zu nah an Wohnungsgebiete oder Campingplätze kommen weil sie sich dort Futter holen werden sie getötet.


Donnerstag

Der Zug gab das Wecksignal noch vor meiner Uhr. Nach einem Frühstück und dem Abbau unseres Zeltes ging es los zum Lake Louise. Obwohl wir um acht Uhr da waren war der erste von drei Parkplätzen schon gut gefüllt. Am Lake Louise verlief es sich aber zum Glück und man konnte einige schöne Bilder machen.

Am See vorbei sind wir zum Lake Agnes Tea House gewandert. Ein steiler Aufstieg der mit Tee und Ausblick auf See und Gletscher belohnt wird. Auch veganes Essen gibt es hier, leider waren sie Raw Energy Balls mit Erdnussbutter nicht mehr verfügbar. Das Tea House wird zum Teil per Helikopter beliefert und den Rest trägt die Crew jeden Tag hoch und den Müll wieder runter. Dadurch das aktuell kein Feuer gemacht wird häuft sich vor allem Pappe an und die Gäste werden gebeten – wenn möglich – welche mit runter zu nehmen. Das haben wir uns nicht zweimal sagen lassen.

Wieder am Lake Louise angekommen war vom See nicht mehr viel zu sehen. So viele Menschen tummelten sich für das perfekte Bild oder Selfie. Wir waren froh direkt aus diesem Trouble raus zu den Takkakaw Falls zu fahren und dort zu zelten. Ein Zeltplatz den man nur zu Fuß erreichen kann. Hierfür stellt man sein Auto am nächsten Parkplatz am und transportiert alles was man benötigt mit einer Karre zum Platz. Zu unserem Glück war noch ein Platz mit Blick auf den schönen Wasserfall frei.


Freitag

Ohne Wecker sind wir heute trotzdem recht früh aufgestanden, was gut ist, denn wir wollten den Iceland Trail entlang laufen und uns die Gletscher in der Nähe unseres Zeltplatzes ansehen. Eine Rundtour von etwa 20 Kilometern war geplant.

Der Startpunkt war der Takkakaw Falls der uns eine leichte Dusche verabreichte als wir am Fuße standen um Fotos zu machen. Über die Whiskyjack Lodge ging es zum Iceland Trail der direkt mit einem steilen Anstieg begann und auch ziemlich anstrengend war. Der Weg entlang der Gletscher und der Blick darauf war das aber allemal wert. Über mehrere Gletscherflüsse sind wir wieder in den Wald gelangt wo wir uns für den Trail am Celeste Lake entlang entschieden. Der Weg ist zwar kürzer, aber es soll eine Brücke kaputt sein laut einer Auskunft an unserem Zeltplatz. Glücklicherweise trifft man immer andere Wanderer die uns entgegenkamen und den Weg schon gelaufen sind. Die Brücke war schon repariert.

Am Celeste Lake konnte man sehr gut sehen wie sehr British Columbia gerade unter der regenarmen Zeit leidet. Der See war fast nicht mehr da. Im ausgetrockneten See machten wir dann eine längere Pause und genossen die Sonne.

Über die neue Brücke, unter der man noch Teile der alten im reißenden Fluss sehen konnte sind wir Richtung Laughing Falls Campground gelaufen. Der Wasserfall hier sah sehr cool aus. Durch eine kleine Lücke musste sich das Wasser kämpfen und schoß dann die Klippe herunter. Von hier aus waren es nur noch ein paar Kilometer zurück zu unserem Zelt, das wir schon herbeisehnten.

Die letzte Nacht im Zelt ist heute. Morgen gehts den Icefield Parkway rauf nach Jasper und von dort aus wieder nach Canmore.


Samstag

Leider hat es die gesamte Nacht und den Morgen über geregnet weswegen wir uns dafür entschieden nicht den Icefield Parkway zu fahren und stattdessen direkt nach Canmore zu fahren um bei besserem Wetter dort etwas zu unternehmen. In Banff haben wir noch einen Abstecher zu den Cave & Basin gemacht, eine ehemaliges Hot Springs Bad und die Geburtsstätte der Nationalparks in Kanada. Sehr gewöhnungsbedürftig für uns und sicher viele andere Veganer war der Geruch nach Eiern der durch die unterirdischen Schwefelquellen begründet ist. Wir waren sehr froh, als wir dort wieder raus waren, so imposant das ganze auch war, der Geruch war füreinander kaum zu ertragen.

In Canmore angekommen haben wir meine Stratunterlagen für den morgigen Halbmarathon abgeholt und sind anschließend zum Mittag ins Communitea Café gegangen. Wir haben uns beide eine Buddha Bowl bestellt, ich mit Quinoa, Tofu und viel frischen Gemüse, Meike mit Reis und Gemüse.

Den Rest des Tages haben wir uns ausgeruht und das Zelt getrocknet.


Sonntag

Der Tag begann früh, denn um 8:45 ist der Startschuss zum Canmore Rocky Mountain Half Marathon. Nach einem guten Haferfrühstück it Banane ging‘s auch schon los in Richtung Centennial Park wo der Start und Zieleinlauf war. Promp trafen wir natürlich auf ein anderes deutsches Pärchen, von dem der Mann ebenfalls den Halbmarathon laufen wollte. Mit Lorenz habe ich mich warm gelaufen und vor dem Lauf etwas gedehnt. Über 300 LäuferInnen nahmen Teil und die Laufstrecke war wunderbar anzusehen wenn auch anstrengend zu laufen für mich. Bergauf bin ich noch so unfassbar langsam.

Am Ende habe ich einen guten 34 Platz erlaufen und mit einer Zeit von 1:41:00 meinen zweitschnellsten Halbmarathon. Die Medaille aus recyceltem Glas ist zusätzlich zur tollen Strecke eine großartige Erinnerung an diesen Tag. 

Den Rest des Tages haben wir im Hotel verbracht. Ich war ziemlich platt.


Montag

Unseren heutigen Tag verbrachten wir mit Rudern auf dem Bow River. Durch starke Winde war das gar nicht mal so einfach 😅

Durch den Lauf von gestern waren meine Beine noch etwas schwer und wir sind im Hotel in den Hot Tub gestiegen, das war richtig entspannt. Da in Kanada bei Netflix schon die neue Staffel ‚The Walking Dead‘ verfügbar war haben wir den Rest des Tages im Hotelzimmer verbracht.


Dienstag/Mittwoch

Den Abreisetag in Canmore haben wir dazu genutzt im Communitea zu frühstücken. Für Meike gab es Sandwich mit Scrambled Tofu und meine Bowl bestand aus Quinoa, Süßkartoffel, Tomate und Scrambled Tofu. Außerdem haben wir uns ein Karotte Cranberry Muffin geteilt.

Auf dem Rückweg nach Calgary sind wir noch bei der Wild Rose Icelandic Horse Farm vorbeigefahren auf der Meike die letzten 3 Monate gearbeitet hat und ich konnte mir anschauen wo sie gelebt hat. Kaum waren wir da kam auch schon Lukas, die Hofkatze, auf mich zu,der gestreichelt werden wollte. Das tat nach 2 Wochen ohne Katze sehr gut. 🙂

In der Air BnB Wohnung angekommen haben wir uns wetterbedingt auf dem Sofa entspannt und weiter ‚The Walking Dead‘ angesehen. Am Mittwoch haben wir unser Apartment nur zum Einkaufen von ClifBar verlassen und die Staffel TWD beendet. Im Biomarkt haben wir dann noch ein Highlight gefunden, Snickars Bar. Das war so lecker und nah am Original, aber vegan und bio. Außerdem habe ich meinen alten Schlafsack an der Kindness Pole die wir am ersten Tag entdeckt haben aufgehängt, damit jemand anderes ihn nutzen kann.



Donnerstag

Der Tag des Abschieds. Es geht für mich zurück nach Deutschland und für Meike nach Victoria auf die Vancouver Islands. Nachdem wir mit einem Shuttle zum Flughafen gefahren sind und ich meinen Koffer abgegeben hatte nahmen wir noch ein Frühstück bei Tom Hortons zu uns. Der Abschied war wieder sehr hart, am liebsten hätte ich meine Frau natürlich mit nach Hause genommen. Mein erster Flug ging nach Halifax und von dort aus wieder mit Condor nach Frankfurt. Das Essen an Bord für mich war wieder sehr lecker, es gab sogar einen Müsliriegel in Rohkostqualität.

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